Aktuelles
Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin
Vom 21.08. bis zum 22.08.2010 war „Eisblume“ mit einem Stand am „Tag der offenen Tür“ im Verteidigungsministerium vertreten.
Der Verteidigungsminister, Herr Dr. Carl-Theodor zu Guttenberg besuchte die Stände der Organisationen und nahm sich dort viel Zeit für Gespräche.
Auch ich hatte die Möglichkeit zu einem Austausch mit dem Minister, in dem ich ihm unter anderem noch einmal für die Unterstützung und die Ermöglichung meiner Peer-Ausbildung im „Zentrum Innere Führung“ in Koblenz  gedankt habe.
Im weiteren Verlauf der Unterhaltung wurden die Ziele von „Eisblume“ angesprochen, und wie diese mit Hilfe der Politik auch verwirklicht werden können.
Ich habe meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht weiterhin auf die Unterstützung des Ministers vertrauen zu können.
Ich denke, der Verteidigungsminister versteht nicht nur die Sorgen der Soldatinnen, Soldaten und deren Angehörigen, er weiß auch, dass die Politik gefordert ist eine Umstrukturierung innerhalb der Bundeswehr zu ermöglichen.
Gespräch mit dem Herrn Minister
Anlass zur Hoffnung gibt der Antrag der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Stichtagregelung und den „Störungsgrad“, ab dem die Hilfeleistungen des Bundes greifen, von bisher 50 Prozent Berufsunfähigkeit , auf 30 Prozent zu setzen. Bei der Bestellung der PTBS soll die Beweislast so verändert werden, dass die Soldaten zukünftig in einer besseren Position sind.
Ich habe in Berlin noch einmal die Dringlichkeit betont, die betroffenen Familienangehörigen in die Therapie einzubeziehen.
Die Angehörigen leiden mit ihren Soldaten, wissen nicht mit dem Erkrankten umzugehen, sind hilflos, allein und haben Ängste.
Kleine Schritte sind schon getan, aber so lange wir noch mit einer hohen Dunkelziffer von Betroffenen leben müssen, mit Vorgesetzten, die ignorieren , dass  eine Soldatin/Soldat ein Trauma durch den Kriegseinsatz erleiden kann, Therapeuten fehlen, die betroffenen Familienangehörigen allein gelassen werden, die Erkrankten Angst vor Mobbing und Karriereabsturz haben, solange müssen alle Initiativen ihr Engagement aufrecht erhalten.

In der Sache für unsere Soldatinnen, Soldaten und ihre Angehörigen. Aber dabei darf uns nicht der Humor verloren gehen.
Ich habe in Berlin viele betroffene Soldaten gesprochen, die mir ihre Erlebnisse, und über ihr Leben mit PTBS berichtet haben. Jedes Erlebnis, was zu der Erkrankung geführt hat ist anders.
Die Gemeinsamkeit ist, mit der Verletzung der Seele leben zu müssen, und der Wunsch nach mehr professioneller Hilfe, Verständnis und aufgehoben zu sein in der Familie und der Gesellschaft.
Das Gefühl der Erkrankten in ihrer Familie aufgehoben zu sein, kann nur erreicht werden, wenn die Angehörigen therapeutische Unterstützung erhalten
Ich bedanke mich für Euer Vertrauen, die Gespräche mit Euch haben mir viel gegeben, auch im Verständnis für meinen Sohn.
Des Weiteren hatte ich interessante Treffen mit Journalisten, die selbst mehrfach in Afghanistan waren und wissen, wo von die Soldaten und ihre Angehörigen reden.

Frau Birgitt Heidinger, Beauftragte für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ansprechpartnerin im Verteidigungsministerium. Im Gespräch mit Frau Marlis Böken und Birgit Klimkiewicz.
Die Veranstaltung gab mir auch die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit Therapeuten und Vertretern der anderen Organisationen, die im Netzwerk der Hilfe arbeiten.
Aus diesen Begegnungen werden sich eventuell neue Projekte ergeben, über die ich dann berichten werde.
Danke, für die viele positive Resonanz, die mir für mein Engagement entgegen gebracht wurde. Das gibt Kraft für die weitere Arbeit.
Ich bedanke mich noch einmal für die Einladung zum „Tag der offenen Tür“, die gute Unterbringung in der Julius-Leber-Kaserne und die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Fotos folgen in Kürze.
Birgit Klimkiewicz
Treffen in der Ferienzeit
Da wir jetzt in der Ferienzeit sind, wird das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe am: Mittwoch, den 1. September 2010 um 19.00 Uhr sein. Die Regelung jeder erster und dritter Mittwoch im Monat bleibt bestehen. Der darauf folgende Termin wäre somit der 15. September 2010, 19.00 Uhr usw.
Ort: Familienzentrum -  St. Maria Königin
Goethestr.23, 50170 Kerpen-Sindorf
Ihre Birgit Klimkiewicz
Liebe Freunde der Jenny – Böken – Stiftung und der Selbsthilfegruppe „Eisblume“!
Der Bundesminister der Verteidigung, Herr Dr. zu Guttenberg,  hat die Organisationen des Netzwerkes der Hilfe zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 21. und 22. August 2010  nach Berlin eingeladen. Wir haben uns sehr über diese persönliche Einladung gefreut und nehmen diese selbstverständlich gerne an.
Auf dem Gelände des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) darf sich die Jenny-Böken-Stiftung gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe „Eisblume“ in einem gemeinsamen Stand präsentieren. Der Stand befindet sich in Zelt 2 auf dem Gelände des BMVg an der Stauffenbergstraße.
Es wird uns an diesen Tagen ermöglicht unser Engagement für unsere Soldatinnen, Soldaten und  ihre Familien vorzustellen. Wir hoffen damit viele Menschen ansprechen zu können und unsere Ziele in der Arbeit  weiter in die Gesellschaft einzubringen.
Ein besonderes Herzensanliegen ist es uns , für unsere Soldatinnen und Soldaten mehr Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen. Auch an diesem Tag möchten wir mit unserer Arbeit und unserem Infostand einen kleinen Beitrag dazu leisten.
Besuchen Sie uns an unserem Stand, wir stehen Ihnen gerne für Gespräche  zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Mit lieben Grüßen
Marlis Böken mit Jenny im Herzen und Birgit Klimkiewicz
Liebe Soldatenfamilien,
vom 05.07.2010 bis zum 16.07.2010 habe ich am Zentrum Innere Führung, in Koblenz, eine Ausbildung zum Peer gemacht.
Ich danke allen, die mir das ermöglicht haben.
Peers (englisch: gleichrangig) sind Personen in Einsatzorganisationen, die Einsatzkräften helfen, psychische Belastungen und den Stress zu bewältigen.
Man findet sie bei der Feuerwehr, der Polizei, den Rettungsdiensten, und auch bei der Bundeswehr.
Im Umgang mit den belasteten Soldatinnen, Soldaten und ihren Angehörigen, ist es mir wichtig diese Ausbildung erhalten zu haben. Ich habe die entsprechende Kommunikation erlernt um kompetente Hilfe leisten zu können.
Meinen „Kameraden“, mit denen ich den Lehrgang absolviert habe, sowie unseren Dozenten, danke ich für die lehrreichen und emotionalen zwei Wochen in Koblenz.
Mein Blick auf die Bundeswehr hat sich noch einmal verändert, da am Zentrum Innere Führung wichtige Inhalte wie „Menschenführung“ und „Fürsorge für die Soldaten“ gelehrt werden.
Die Soldaten, die ich dort kennen gelernt habe, sind engagiert für ihre Kameraden und üben konstruktive Kritik an ihrem Dienstherrn. Dies steht keineswegs im Widerspruch zu ihrer loyalen Haltung dem Dienstherrn gegenüber.
Das hat mir imponiert.
Nicht einmal hatte ich dort das Gefühl eine Außenseiterin zu sein und bedanke mich dafür, dass auch die Lehrgangsteilnehmer mich in meinem Engagement unterstützen. Die Ausbildung war für mich persönlich und für meine „Arbeit“ für „Eisblume“ eine ganz besondere Erfahrung.
Ich hoffe, ich kann dies alles an die Soldaten und ihre Familien weiter geben.
Ihre Birgit Klimkiewicz
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